Sprache auswählen

FAQs (auch zu Corona)
BAföG: wer fragt, gewinnt!

Fragen mit Bezug zur Coronakrise

Fragen zum BAföG

Wird mein BAföG-Antrag auch in der Coronakrise bearbeitet? Wie erreiche ich das BAföG-Amt?

Selbstverständlich bearbeiten unsere Sachbearbeiter/innen Ihren BAföG-Antrag trotz Coronakrise. Bitte prüfen Sie vorher, ob die Unterlagen vollständig sind. Unsere ausführliche Checkliste hilft dabei. Die Bescheide werden wie gewohnt per Post verschickt.

Im Servicecenter für Studienfinanzierung entfallen aktuell alle persönlichen Beratungen. Die Sachbearbeiter/innen sind aber über E-Mail, Post und Telefon erreichbar.

Wird BAföG weiterhin gezahlt, obwohl der Vorlesungsbeginn verschoben wurde?

Kurz gesagt: Ja. Da es sich nicht um eine Verschiebung des Semesterstarts, sondern um eine Verlängerung der vorlesungsfreien Zeit handelt, wird das BAföG regulär weiterbezahlt. Bei Erstanträgen beginnt die BAföG-Förderung ab Semesterbeginn. Das Semester beginnt mit der vorlesungsfreien Zeit.

Was passiert, wenn der Leistungsnachweis nicht beigebracht werden kann, da die Hochschule die notwendigen Prüfungen abgesagt hat?

Wenn Sie zur abgesagten Prüfung angemeldet waren und diese ursächlich für den fehlenden Leistungsnachweis ist, dann sollten Sie entweder die spätere Vorlage des Leistungsnachweis (§ 48 Abs. 2) anzeigen oder eine Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus (§ 15 Abs. 3) beantragen. In beiden Fällen ist ein formloser Antrag erforderlich, den Sie an das Servicecenter für Studienfinazierung/BAföG richten. Bitte beachten Sie auch die nachfolgende Frage.

Welche Unterlagen werden benötigt, wenn die spätere Vorlage des Leistungsnachweises gem. §48 Abs. 2 BAföG oder die Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus gem. § 15 Abs. 3 BAföG beantragt werden soll?

Für den Antrag benötigen Sie:

Müssen Prüfungen im kommenden Sommersemester nachgeholt werden, auch wenn das bedeutet, dass im Sommersemester 2020 doppelt so viele Prüfungen absolviert werden müssen?

Nein, in der Regel verlängert sich die Förderhöchstdauer um ein Semester. Lassen Sie sich hierzu von ihrem/ihrer Sachbearbeiter/in beraten. Ein Antrag ist zum gegebenen Zeitpunkt erforderlich.

Wie sieht es mit den Prüfungen aus, die nur einmal im Jahr angeboten werden, kann ich mein Studium oder die Abgabe des Leistungsnachweises um zwei Semester verlängern/verschieben?

Ja dies ist möglich. Eine Bestätigung der Hochschule muss hierzu vorliegen. Beachten Sie hierzu auch die Antwort zur vorangestellten Frage nach den ohnehin erforderlichen Unterlagen für Ihren Antrag.

Sollten Studierende einen Aktualisierungsantrag stellen, wenn die Eltern in Kurzarbeit sind?

Wenn sich das Einkommen der Eltern lediglich für ein bis zwei Monte verändert, bestehen kaum Aussichten auf eine Erhöhung des Fördersatzes. Sollte sich das Einkommen jedoch für einen längeren Zeitraum verändern, kann ein Aktualisierungsantrag sinnvoll sein. Lassen Sie sich hierzu von Ihrem/Ihrer Sachbearbeiter/in beraten.

Der Antrag auf Aktualisierung lässt sich jederzeit während des Bewilligungszeitraums stellen. Sollte es zu einer Veränderung des Fördersatzes kommen, wird dieser auch rückwirkend für den gesamten Bewilligungszeitraum gewährt. 

Meine Hochschule hat geschlossen und ich kann angeforderte Unterlagen (z.B. Immatrikulationsbescheinigung, Formblatt 5, etc.) nicht einreichen, bekomme ich trotzdem BAföG?

Nach Rücksprache mit den von uns betreuten Hochschulen wurde uns versichert, dass alle notwendigen Unterlagen angefordert werden können.

Wird mir unabhängig vom Einkommen der Eltern BAföG gezahlt?

Nein. Bezüglich der Einkommensregeln der Eltern gibt es zurzeit keine Veränderungen.

Übernimmt das BAföG-Amt meine Miete, wenn ich wegen der Corona-Pandemie zurzeit zahlungsunfähig bin?

Nein. Das BAföG-Amt kann ausschließlich auf Grundlage der geltenden BAföG-Vorschriften fördern. 

Ich habe meinen Job verloren, kann das BAföG-Amt einspringen oder meinen Antrag vorziehen?

Leider nein. Das BAföG-Amt kann ausschließlich auf Grundlage der geltenden BAföG-Vorschriften fördern. Das Vorziehen eines Antrags ist aufgrund des Gleichbehandlungsgrundsatzes nicht möglich.

Wird die Einkommensgrenze aufgehoben?

Eine Aufhebung der Einkommensgrenze gibt es nicht.
Lediglich für Einkommen aus Tätigkeiten in Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen zur Unterstützung der Bekämpfung der Pandemie sowie in der Landwirtschaft gibt es gesonderte Regelungen zur Anrechnung des Einkommens. Diese Regelungen gelten rückwirkend zum 01. März 2020. Da die Berechnung stark vom Einkommen sowie der individuellen Fördersituation abhängt, beraten wir Sie hierzu gerne persönlich. Wenden Sie sich hierfür an Ihre/n zuständige/n Sachbearbeiter/in.

Meine Bachelorurkunde erhalte ich verspätet und bin daher noch nicht endgültig in den Master umgeschrieben - bekomme ich trotzdem BAföG?

Das Ministerium hat den Hochschulen die Möglichkeit eingeräumt, Studierende vorläufig in den Master einzuschreiben. Nur auf dieser Grundlage kann eine Förderung in dem o.g. Fall erfolgen.

Fragen zu Notfallhilfen, Freitische

Ich habe meinen Job verloren - was kann ich tun?

Aktuell sind einige Branchen wie der Einzelhandel und die Landwirtschaft auf der Suche nach Aushilfskräften. Wir haben hier beispielhaft einige Jobportale zusammengestellt:

Bitte beachten Sie, dass Arbeitgeber nach Arbeitsschutzgesetz grundsätzlich die Verpflichtung tragen, die Gefahren für die Sicherheit und Gesundheit für ihre Beschäftigten am Arbeitsplatz zu beurteilen und Maßnahmen daraus abzuleiten. Bitte halten Sie sich aufgrund der kritischen Lage stets an die Hygienevorschriften des Robert Koch-Instituts und beachten Sie Regelungen und Empfehlungen des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. 

Wie kann mich das Studierendenwerk in einer finanziellen Notsituation unterstützen?

Das Studierendenwerk Dortmund hilft Studierenden der TU Dortmund, FH Dortmund und FH Südwestfalen, die unverschuldet und unverhersehbar in finanzielle Not geraten sind. Die Studierenden müsen ein Bachelor- oder Masterstudium in Vollzeit durchführen. Übernommen werden einmalig

  • Rückständige Mietzahlungen
  • Mietnebenkosten
  • Offene Krankenversicherungsbeiträge
  • Die Kosten für das Mensa-Essen (Freitische"), sofern die Mensen wieder geöffnet werden

Die Unterstützung wird nur direkt an die Gläubiger überwiesen, also an den Vermieter, die Krankenversicherung oder das Versorgungsunternehmen. Eine Hilfe wird Studierenden im erfolgreich betriebenen Fachstudium in der Regel erst ab dem 3. Fachsemester gewährt.

Die Hilfe durch das Studierendenwerk muss situationsverbessernd wirken. Nur die Schuldenlast zu senken ist nicht Ziel der Notfallhilfe!

Beachten Sie außerdem: Der Verlust von Nebentätigkeit, die sich aufgrund der aktuellen Einschränkungen in Verbindung mit der Bekämpfung des Coronavirus ergeben, stellen alleine keinen hinreichenden Grund für eine Unterstützung dar. Da sich diese Gegebenheit kurzfristig nicht ändern wird, sehen wir keine Möglichkeit, mit den beschränkten Mitteln unserer Notfallhilfe die Situation verbessern zu können.

Beratung und Antragstellung erfolgt per E-Mail. Schildern Sie darin bitte Ihre konkrete Situation und senden Sie Ihre aktuelle Studienbescheinigung und den Notenspiegel als pdf-Dokument mit. Für Rückfragen geben Sie bitte Ihre Telefonnummer an.

Wo bekomme ich eine kostenlose Schuldnerberatung?

Das Studierendenwerk Dortmund bietet in Zusammenarbeit mit dem Diakonischen Werk Dortmund eine Schuldnerberatung an. Die Beratung ist eine Serviceleistung des Studierendenwerks und daher für Studierende kostenlos!

Bitte beachten Sie: Aufgrund der Corona-Epidemie findet aktuell keine persönliche Beratung statt. Nehmen Sie zunächst telefonisch Kontakt auf unter 0231-8494-611 (Stefanie Baier, Diakonie).

Kann ich kostenloses Mensa-Essen ("Freitische") beantragen?

Da aktuell alle Mensen und Cafeterien des Studierendenwerks geschlossen sind, können keine Anträge auf "Freitische" gestellt werden.

Häufig gestellte Fragen zum BAföG-Antrag

Antragstellung

Kann ich testen, ob ich überhaupt BAföG bekomme?

Um rauszufinden, ob man überhaupt BAföG-berechtigt ist, kann man im Internet diverse Test-Rechner mit seinen indiviuellen Daten nutzen. Wichtig: Diese Test-Rechner ermitteln nur einen ungefähren Wert. Die tatsächliche Antragsprüfung erfolgt ausschließlich in einem der bundesweit verteilten BAföG-Ämter, zum Beispiel beim Studierendenwerk Dortmund. Gerne beraten wir Sie hier in einem persönlichen Gespräch.

Zum Test-Rechner von Studis Online.

Wer ist antragsberechtigt?

Deutsche Studierende; unter bestimmten Voraussetzungen können auch ausländische Studierende BAföG-Leistungen erhalten. In der Regel wird nach dem BAföG nur eine Ausbildung gefördert. Diese muss vor Vollendung des 30. Lebensjahrs begonnen werden.

Auch ein auf ein Bachelorstudium aufbauendes Masterstudium ist förderungsfähig. Dieses muss vor Vollendung des 35. Lebensjahrs begonnen werden. Danach ist eine BAföG-Förderung nur in Ausnahmefällen möglich.

Studierende, die ein Teilzeit- oder Akademiestudium an der FernUniversität in Hagen aufnehmen, haben keinen Anspruch auf BAföG.

Welche Formulare gehören zu einem Antrag?

Hier gibt es eine Übersicht der Formulare für ein Studium im

Bis wann sollte ich den BAföG-Antrag stellen?

BAföG wird erst ab dem Monat gewährt, in dem uns der Antrag erreicht (Eingang beim Studierendenwerk).

Ein Erstantrag sollte spätestens in dem Monat abgegeben werden, in dem das Studium startet. In der Regel wird BAföG immer für ein Jahr bewilligt, man spricht von "Bewilligungszeitraum". Soll die BAföG-Zahlung verlängert werden, muss ein Wiederholungsantrag gestellt werden. Dieser Wiederholungsantrag sollte drei bis vier Monate vor dem Auslaufen des Bewilligungszeitraumes eingereicht werden, damit es nicht zu einer Zahlungsunterbrechung kommt.

Ich möchte Lob oder Kritik loswerden. Wie mache ich das?

Wir freuen uns über Ihre Anregungen und sind offen für neue Vorschläge! Für Lob und Kritik wenden Sie sich am besten gleich an Ihre/n BAföG-Berater/in, oder schreiben Sie uns eine Mail.

BAföG-Förderung

Wie hoch ist die maximale BAföG-Förderung?

Die Höhe der BAföG-Förderung als Sozialleistung hängt von der Höhe des eigenen Einkommens und Vermögens ab. Auch das Einkommen der Eltern und/oder des Ehepartners, bzw. Partnerin wird berücksichtigt. Maximal ergeben sich folgende monatliche Förderbeträge:

Studierendebei den Eltern wohnendaußerhalb
Grundbedarf plus Wohnpauschale474 €744 €
Zusatzkosten:
Krankenversicherung (gesetzl.)84 €84 €
Pflegeversicherung25 €25€
Maximalförderung583 €853 €

Die Kranken- und Pflegeversicherungskosten für Studierende ab dem 30. Lebensjahr können von den o. g. Beträgen abweichen.
Studierende, die mit mindestens einem eigenen Kind in einem Haushalt zusammenleben, erhalten einen Betreuungszuschlag in Höhe von monatlich 140 €/Kind, das das vierzehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Wie lange kann ich BAföG bekommen?

Die Förderungshöchstdauer richtet sich nach der festgelegten Regelstudienzeit, die in der Studien- und Prüfungsordnung der jeweiligen Fachrichtung geregelt ist. Die Förderungshöchstdauer besteht unabhängig davon, ob Sie tatsächlich während des gesamten Studiums BAföG-Leistungen erhalten haben.

Ab dem fünften Fachsemester wird Ausbildungsförderung nur geleistet, wenn der Studierende einen Leistungsnachweis vorgelegt hat (Formblatt 5). BAföG-Leistungen können jedoch auch über die Förderungshöchstdauer gewährt werden, und zwar

  • aus schwerwiegenden Gründen, z.B. Krankheit,
  • Pflege eines oder einer pflegebedürftigen nahen Angehörigen unter bestimmten Voraussetzungen
  • infolge der Mitwirkung in gesetzlichen Gremien und satzungsmäßigen Organen der Hochschulen und des Studierendenwerks,
  • infolge des erstmaligen Nichtbestehens der Abschlussprüfung,
  • infolge einer Behinderung, Schwangerschaft oder Pflege und Erziehung eines Kindes unter vierzehn Jahren.

Nach Erreichen der Förderungshöchstdauer kann BAföG für ein Jahr in Form eines voll verzinslichen Bankdarlehens als Hilfe zum Studienabschluss gewährt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass der Studierende zur Abschlussprüfung zugelassen wurde und innerhalb eines Jahres sein Studium abschließen kann.

Das Einkommen der Eltern hat sich verringert - und jetzt?

Wenn sich das Einkommen der Eltern verändert, zum Beispiel weil ein Elternteil in Rente geht oder arbeitslos wird, haben Sie die Möglichkeit, mit Formblatt 7 einen Antrag auf die Aktualisierung Ihrer BAföG-Berechnung zu stellen.

In dem Formblatt müssen Sie Angaben zu den (voraussichtlichen) Einkünfte für die Jahre des Bewilligungszeitraums machen. Hier ein Beispiel:

Bewilligungszeitraum: Oktober 2019 – September 2020
Zeitraum für die nachzuweisenden Einkünfte: 2019 und 2020
Als Nachweis dienen z. B. aktuelle Lohnabrechnungen, Arbeitslosengeldbescheinigung, usw..

Reichen Sie das Formblatt bei Ihrem/Ihrer Sachbearbeiter/in ein. Ihr monatlicher BAföG-Betrag wird dann zunächst unter dem Vorbehalt der Rückforderung ausgezahlt. Eine endgültige Berechnung erfolgt, wenn Sie im Nachhinein die Einkommenssteuerbescheide Ihrer Eltern für die jeweiligen Jahre einreichen.

Wie viel darf ich dazu verdienen?

Studierende dürfen in einem Bewilligungszeitraum von zwölf Monaten 5.400 Euro (ab 01.08.2016) brutto aus nichtselbstständiger Arbeit verdienen, ohne Abzüge beim BAföG befürchten zu müssen. Beim Ableisten eines Pflichtpraktikums gilt eine andere Einkommensberechnung. Kindergeld wird nicht als Einkommen berücksichtigt. Für Verheiratete und/oder Studierende mit Kindern liegen die Freibeträge höher.

Was mache ich, wenn meine Eltern nicht kooperieren?

Verweigern die Eltern entgegen ihrer gesetzlichen Verpflichtung die Ausfüllung/Einreichung der entsprechenden Erklärungen und Nachweise oder verweigern die Zahlung von Unterhalt ganz oder teilweise, sollten Sie uns dies sofort mitteilen.

Es besteht in diesen Fällen die Möglichkeit, einen Antrag auf Vorausleistung nach § 36 BAföG zu stellen. In den Fällen, in denen ein Elternteil oder beide Elternteile die Unterlagen nicht ausfüllen wollen, sollten Sie unter einer kurzen Fristsetzung (2-3 Wochen) den Elternteil auffordern, die Unterlagen einzureichen.

Wann erhalte ich elternunabhängiges BAföG?

Anspruchsberechtigt für „elternunabhängiges BAföG“ ist man, wenn

  • das 30. Lebensjahr bei Beginn des Studiums vollendet ist und Gründe nach § 10 BAföG vorliegen (z.B. Zeitverzögerung durch Kindererziehung) oder
  • nach Vollendung des 18. Lebensjahres bis zum Beginn des Studiums eine fünfjährige Erwerbstätigkeit (ohne Ausbildung) nachgewiesen wird oder
  • bei Beginn des Studiums Zeiten einer abgeschlossenen Ausbildung und eine anschließende Erwerbstätigkeit von insgesamt sechs Jahren vorliegen, wobei maximal Ausbildungszeiten von 36 Monaten berücksichtigt werden.

Der Studierende muss in den Jahren seiner Erwerbstätigkeit in der Lage gewesen sein, sich aus deren Ertrag selbst zu unterhalten.

Veränderte Studien- oder Lebenssituationen

Was muss ich beim Fachrichtungswechsel beachten?

Bei einem Fachrichtungswechsel kommt es in erster Linie darauf an, wie viele Semester Sie schon studiert haben, bzw. wie viele Semester Sie sich nicht für Ihren neuen Studiengang anrechnen lassen können (sog. "verloren gegangene Semester"). 

  • Wechsel nach 1-2 „verlorenen Semestern“
    Man spricht von einer "Regelvermutung", d.h. es wird i.d.R. ohne weitere Prüfung unterstellt, dass für den Wechsel wichtige Gründe vorlagen. Reichen Sie uns eine neue Studienbescheinigung nach § 9 BAföG und ggf. eine Semesteranerkennungsbestätigung ein.
  • Wechsel nach 3 „verlorenen Semestern“
    Es muss ein wichtiger Grund vorliegen, damit dem Fachrichtungswechsel stattgegeben wird. (Nachweise: Begründung für den Fachrichtungswechsel, neue Studienbescheinigung nach § 9 BAföG, ggf. eine Semesteranerkennungsbestätigung).
  • Wechsel nach 4 „verlorenen Semestern“
    Es muss ein unabweisbarer Grund vorliegen, um dem Fachrichtungswechsel stattzugeben (Nachweise: Begründung für den Fachrichtungswechsel mit geeigneten Nachweisen, neue Studienbescheinigung nach § 9 BAföG, ggf. eine Semesteranerkennungsbestätigung)

Wegen des drohenden Verlusts des BAföG-Anspruchs, sollten sich Studierende unbedingt vor diesem Schritt im Servicecenter für Studienfinanzierung/BAföG beraten lassen. Auch die Frage, ob es sich tatsächlich um einen Fachrichtungswechsel oder lediglich um eine Schwerpunktverlagerung handelt, die sich auf die BAföG-Zahlungen i.d.R. nicht auswirkt, kann im persönlichen Gespräch am besten geklärt werden.

Erhalte ich nach einem Hochschulwechsel weiterhin BAföG?

Mit einem Wechsel des Hochschulortes ändert sich auch die Zuständigkeit des Amtes für Ausbildungsförderung ("BAföG-Amt"). Ihr zuständiges Amt ermitteln Sie am besten über bafoeg.de. Teilen Sie dem neuen Amt Ihren Wechsel mit und übermitteln Sie Ihre neue Anschrift, Miete und Bankverbindung. Es übernimmt dann die laufenden Zahlungen, welche die zuvor zuständige Stelle noch bis dahin weiter leistet.

Kann ich auch im Ausland BAföG erhalten?

Auslandsaufenthalte (Studium oder Pflichtpraktikum) können auf gesonderten Antrag gefördert werden. Einfach die BAföG-Förderung, die Sie im Inland erhalten, mit ins Ausland zu nehmen, geht allerdings nicht. Für die BAföG-Auslandsförderung sind je nach Ländern verschiedene Ämter für Ausbildungsförderung in ganz Deutschland zuständig. Mehr Informationen zu den Zuständigkeiten finden Sie unter www.bafög.de. Anträge für BAföG-Auslandsförderung sollten bereits sechs Monate vor Beginn des Auslandsaufenthalts gestellt werden.

Gibt es eine Sonderregelung für Studierende mit Kind?

Für Schwangere und Studierende mit Kind gibt es folgende Sonderregelungen im BAföG:

  • Studierende, die mit ihren Kindern unter vierzehn Jahren in einem Haushalt leben, können einen Zuschuss von 140 Euro für jedes Kind erhalten.
  • Vom Einkommen des Studierenden wird für jedes Kind ein weiterer Freibetrag von 520 Euro gewährt. Einkünfte des Kindes, wie z.B. Unterhaltsleistungen, werden auf diesen Freibetrag angerechnet. Bei der Einkommenssteuererklärung des Ehepartners wird ebenfalls ein Freibetrag gewährt.
  • Die Altersgrenze von 30 Jahren für einen Anspruch auf BAföG gilt nicht, wenn der Studierende sein Studium wegen der Erziehung eines Kindes unter vierzehn Jahren nicht rechtzeitig beginnen konnte.
  • Über die Förderungsdauer hinaus können weitere Leistungen beantragt werden, wenn sich der Studienabschluss durch eine Schwangerschaft oder die Erziehung eines Kindes unter vierzehn Jahren verzögert.
  • Kommt es während der ersten vier Semester aufgrund einer Schwangerschaft oder der Erziehung eines Kindes unter vierzehn Jahren zu Verzögerungen im Studienverlauf, kann eine spätere Vorlage des Leistungsnachweises (ab dem 5. Semester) nach § 48 Abs. 2 BAföG bewilligt werden.

Rückzahlung, sonstige Finanzierung

Wie gestaltet sich die BAföG-Rückzahlung?

Während die eine Hälfte der BAföG-Förderung "geschenkt" ist, muss die andere Hälfte maximal 10.010 EUR zurückgezahlt werden. Dazu erhalten Sie rund fünf Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer und ein halbes Jahr vor Beginn der Rückzahlungspflicht vom Bundesverwaltungsamt in Köln einen Bescheid. In diesem Bescheid ist die Höhe der Darlehenssumme sowie der Rückzahlungsbeginn festgesetzt. 

Das Darlehen muss in maximal 77 Monatsraten à 130 EUR zurückgezahlt werden. Die Rückzahlung ist einkommensabhängig, d.h. Geringverdiener können von der Rückzahlung freigestellt werden. Es besteht zudem die Möglichkeit, die Darlehenssumme mit der Zahlung einer Gesamtrate zu reduzieren. Auch darüber informiert das Bundesverwaltungsamt.

Was ist ein Daka-Darlehen?

Wenn Sie während Ihres Studiums finanzielle Unterstützung benötigen, kann ein Daka-Darlehen in Anspruch genommen werden. Die Daka ist ein gemeinnütziger Verein der zwölf nordrhein-westfälischen Studierendenwerke, der bereits seit über 50 Jahren Studierende mit zinslosen Darlehen fördert. Unterlagen und Informationen erhalten Sie im InfoPoint.

Welche Alternativen gibt es zum BAföG?

Noch vor dem BAföG sind die Eltern die wichtigste Finanzierungsquelle der Studierenden in Deutschland. Das ergeben die Umfragen des Deutschen Studentenwerks (sog. Sozialerhebung).

Fast zwei Drittel der Studierenden arbeiten neben dem Studium. Für die Hälfte von ihnen ist das Geld für die Finanzierung des Lebensunterhalts notwendig. Informieren Sie sich über Job-Möglichkeiten in der Region.

Sonstige Quellen sind Stipendien, Darlehen/Kredite oder Zuwendungen von Verwandten.

So kommen für ein Studium unterschiedliche Finanzierungsformen zum Tragen, um die durchschnittlich knapp 800 EUR für die Lebenshaltungskosten zu decken. Darin enthalten sind die Miete, Fahrtkosten, Kosten für Ernährung, Kleidung, Lernmittel, Krankenversicherung, Telefon, Internet, Rundfunk- und Fernsehgebühren sowie Ausgaben für die Freizeitgestaltung.

Die Beantwortung dieser Fragen dient lediglich der ersten Information. Die Inhalte dieser Seite kann die ausführliche Beratung vor Ort im Servicecenter für Studienfinanzierung nicht ersetzen. Die Angaben erfolgen ohne Gewähr auf Vollständigkeit sowie unter Vorbehalt einer zwischenzeitlichen Änderung der Rechtslage. Ein Rechtsanspruch lässt sich hieraus nicht ableiten.

Betreute Hochschulen