04.08.2026 / Ueber_uns
Mülltrennung mit Wirkung: Restmüll in Wohnanlagen nahezu halbiert
Weniger Restmüll, weniger CO₂ und mehr Engagement für Nachhaltigkeit: Das Gemeinschaftsprojekt zur Verbesserung der Mülltrennung in den Wohnanlagen des Studierendenwerks Dortmund zeigt bereits wenige Monate nach dem Start deutliche Erfolge. Erste Auswertungen deuten darauf hin, dass sich die Restmüllmenge nahezu halbiert hat.
„Wir sind positiv überrascht“, sagt Rico Heber, ESG-Referent beim Studierendenwerk Dortmund. Zwar liegen noch keine belastbaren Langzeitdaten über einen vollständigen Auswertungszeitraum vor. Die bisherigen Entwicklungen lassen jedoch auf eine deutliche Verbesserung der Mülltrennung schließen.
Klimaschutz beginnt im Alltag
Was nach einer kleinen Veränderung im Alltag klingt, kann eine große Wirkung entfalten. Nach aktuellen Hochrechnungen könnten die CO₂-Emissionen aus dem Restmüll um rund 52 Prozent sinken. Das entspricht etwa 351 Tonnen CO₂-Äquivalenten pro Jahr. Für das Studierendenwerk Dortmund würde dies eine Einsparung von rund drei Prozent der gesamten Klimabilanz bedeuten. „Wir haben unseren Restmüll fast halbiert. Das zeigt, was möglich ist, wenn viele Menschen gemeinsam Verantwortung übernehmen“, sagt Heber.
Mehr Wertstoffe, weniger Restmüll
Das Projekt wurde im Februar 2026 gestartet. Ziel ist es, Wertstoffe besser zu erfassen, die Restmüllmenge zu reduzieren und gleichzeitig Klima, Ressourcen und Nebenkosten zu schonen.
Dafür wurden die Entsorgungsstationen in den Wohnanlagen neu organisiert. Restmüllbehälter wurden reduziert, zusätzliche Papier- und Wertstoffcontainer aufgestellt und die Abholrhythmen angepasst. So wird die richtige Mülltrennung erleichtert und die Entsorgung effizienter gestaltet.
Studierende aktiv eingebunden
Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit mit den Studierenden. Die Firma AMB Rheinland betreut die Entsorgungsstationen vor Ort, kontrolliert die Mülltrennung und sorgt dafür, dass die Sammelstellen sauber und nutzbar bleiben.
Zusätzlich kam die App WasteSide zum Einsatz. Die von Studierenden entwickelte Anwendung verbindet Nachhaltigkeit mit spielerischen Anreizen. Nutzer*innen sammeln durch kleine Challenges Punkte und können diese gegen Belohnungen eintauschen, darunter Gutscheine oder einen Gratis-Kaffee in den Mensen des Studierendenwerks.
Auch die Wohnheimräte unterstützten das Projekt aktiv. Cedric Hanning, TU-Student und Vorsitzender des Wohnheimrats „Am Gardenkamp“, berichtet: „Wir können unseren Müll jetzt besser trennen und an den Müllstationen ist es deutlich ordentlicher geworden.“ Gemeinsam mit weiteren Studierenden entwickelte der Wohnheimrat einen Leitfaden zur Mülltrennung und verteilte diesen an die Bewohner*innen.
Gut für Umwelt und Geldbeutel
Neben den positiven Auswirkungen auf Klima und Ressourcen bietet das Projekt auch wirtschaftliche Vorteile. Durch eine bessere Mülltrennung, angepasste Behälterstrukturen und weniger Sonderleerungen können Entsorgungskosten langfristig stabilisiert werden. Davon profitieren letztlich auch die Bewohner*innen der Wohnanlagen.
Die Einführungsphase des Projekts ist inzwischen weitgehend abgeschlossen. Nahezu alle Wohnanlagen des Studierendenwerks Dortmund in Dortmund, Hagen und Iserlohn werden mit dem neuen System ausgestattet. In den kommenden Monaten sollen vor allem die Trennqualität weiter verbessert und die Sperrmüllerfassung optimiert werden.
Nachhaltigkeit gelingt gemeinsam
Das Projekt wird gemeinsam vom Studierendenwerk Dortmund, der Stadt Dortmund, der EDG, AMB Rheinland sowie Studierendenvertretungen und Wohnheimräten umgesetzt.
„Das Projekt zeigt eindrucksvoll, dass nachhaltige Veränderungen gelingen, wenn viele Menschen gemeinsam an einem Ziel arbeiten“, sagt Rico Heber. „Die bisherigen Erfolge sind eine starke Grundlage, diesen Weg mit den Studierenden weiterzugehen.“