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FAQs
Alles zum BAföG

Häufig gestellte Fragen zum BAföG

Antragstellung

Wer ist antragsberechtigt?

Deutsche Studierende; unter bestimmten Voraussetzungen können auch ausländische Studierende BAföG-Leistungen erhalten. In der Regel wird nach dem BAföG nur eine Ausbildung gefördert. Diese muss vor Vollendung des 30. Lebensjahrs begonnen werden.

Auch ein auf ein Bachelorstudium aufbauendes Masterstudium ist förderungsfähig. Dieses muss vor Vollendung des 35. Lebensjahrs begonnen werden. Danach ist eine BAföG-Förderung nur in Ausnahmefällen möglich.

Studierende, die ein Teilzeit- oder Akademiestudium an der FernUniversität in Hagen aufnehmen, haben keinen Anspruch auf BAföG.

Welche Formulare gehören zu einem Antrag?

Hier gibt es eine Übersicht der Formulare für ein Studium im

Bis wann sollte ich den BAföG-Antrag stellen?

BAföG wird erst ab dem Monat gewährt, in dem uns der Antrag erreicht (Eingang beim Studierendenwerk).

Ein Erstantrag sollte spätestens in dem Monat abgegeben werden, in dem das Studium startet. In der Regel wird BAföG immer für ein Jahr bewilligt, man spricht von "Bewilligungszeitraum". Soll die BAföG-Zahlung verlängert werden, muss ein Wiederholungsantrag gestellt werden. Dieser Wiederholungsantrag sollte drei bis vier Monate vor dem Auslaufen des Bewilligungszeitraumes eingereicht werden, damit es nicht zu einer Zahlungsunterbrechung kommt.

Ich möchte Lob oder Kritik loswerden. Wie mache ich das?

Wir freuen uns über Ihre Anregungen und sind offen für neue Vorschläge! Für Lob und Kritik wenden Sie sich am besten gleich an Ihre/n BAföG-Berater/in, oder schreiben Sie uns eine Mail.

BAföG-Förderung

Wie hoch ist die maximale BAföG-Förderung?

Die Höhe der BAföG-Förderung als Sozialleistung hängt von der Höhe des eigenen Einkommens und Vermögens ab. Auch das Einkommen der Eltern und/oder des Ehepartners, bzw. Partnerin wird berücksichtigt. Maximal ergeben sich folgende monatliche Förderbeträge:

Studierendebei den Eltern wohnendaußerhalb
Grundbedarf plus Wohnpauschale451 €649 €
Zusatzkosten:
Krankenversicherung (gesetzl.)71 €71 €
Pflegeversicherung15 €15 €
Maximalförderung537 €735 €

Studierende, die mit mindestens einem eigenen Kind in einem Haushalt zusammenleben, erhalten einen Betreuungszuschlag in Höhe von monatlich 130 €/Kind, das das zehnte Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Wie lange kann ich BAföG bekommen?

Die Förderungshöchstdauer richtet sich nach der festgelegten Regelstudienzeit, die in der Studien- und Prüfungsordnung der jeweiligen Fachrichtung geregelt ist. Die Förderungshöchstdauer besteht unabhängig davon, ob Sie tatsächlich während des gesamten Studiums BAföG-Leistungen erhalten haben.

Ab dem fünften Fachsemester wird Ausbildungsförderung nur geleistet, wenn der Studierende einen Leistungsnachweis vorgelegt hat (Formblatt 5). BAföG-Leistungen können jedoch auch über die Förderungshöchstdauer gewährt werden, und zwar

  • aus schwerwiegenden Gründen, z.B. Krankheit,
  • infolge der Mitwirkung in gesetzlichen Gremien und satzungsmäßigen Organen der Hochschulen und des Studierendenwerks,
  • infolge des erstmaligen Nichtbestehens der Abschlussprüfung,
  • infolge einer Behinderung, Schwangerschaft oder Pflege und Erziehung eines Kindes unter zehn Jahren.

Nach Erreichen der Förderungshöchstdauer kann BAföG für ein Jahr in Form eines voll verzinslichen Bankdarlehens als Hilfe zum Studienabschluss gewährt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass der Studierende zur Abschlussprüfung zugelassen wurde und innerhalb eines Jahres sein Studium abschließen kann.

Das Einkommen der Eltern hat sich verringert - und jetzt?

Wenn sich das Einkommen der Eltern verändert, zum Beispiel weil ein Elternteil in Rente geht oder arbeitslos wird, haben Sie die Möglichkeit, mit Formblatt 7 einen Antrag auf die Aktualisierung Ihrer BAföG-Berechnung zu stellen.

In dem Formblatt müssen Sie Angaben zu den (voraussichtlichen) Einkünfte für die Jahre des Bewilligungszeitraums machen. Hier ein Beispiel:

Bewilligungszeitraum: Oktober 2016 – September 2017
Zeitraum für die nachzuweisenden Einkünfte: 2016 und 2017
Als Nachweis dienen z. B. aktuelle Lohnabrechnungen, Arbeitslosengeldbescheinigung, usw..

Reichen Sie das Formblatt bei Ihrem/Ihrer Sachbearbeiter/in ein. Ihr monatlicher BAföG-Betrag wird dann zunächst unter dem Vorbehalt der Rückforderung ausgezahlt. Eine endgültige Berechnung erfolgt, wenn Sie im Nachhinein die Einkommenssteuerbescheide Ihrer Eltern für die jeweiligen Jahre einreichen.

Wie viel darf ich dazu verdienen?

Studierende dürfen in einem Bewilligungszeitraum von zwölf Monaten 5.400 Euro (ab 01.08.2016) brutto aus nichtselbstständiger Arbeit verdienen, ohne Abzüge beim BAföG befürchten zu müssen. Beim Ableisten eines Pflichtpraktikums gilt eine andere Einkommensberechnung. Kindergeld wird nicht als Einkommen berücksichtigt. Für Verheiratete und/oder Studierende mit Kindern liegen die Freibeträge höher.

Was mache ich, wenn meine Eltern nicht kooperieren?

Verweigern die Eltern entgegen ihrer gesetzlichen Verpflichtung die Ausfüllung/Einreichung der entsprechenden Erklärungen und Nachweise oder verweigern die Zahlung von Unterhalt ganz oder teilweise, sollten Sie uns dies sofort mitteilen.

Es besteht in diesen Fällen die Möglichkeit, einen Antrag auf Vorausleistung nach § 36 BAföG zu stellen. In den Fällen, in denen ein Elternteil oder beide Elternteile die Unterlagen nicht ausfüllen wollen, sollten Sie unter einer kurzen Fristsetzung (2-3 Wochen) den Elternteil auffordern, die Unterlagen einzureichen.

Wann erhalte ich elternunabhängiges BAföG?

Anspruchsberechtigt für „elternunabhängiges BAföG“ ist man, wenn

  • das 30. Lebensjahr bei Beginn des Studiums vollendet ist und Gründe nach § 10 BAföG vorliegen (z.B. Zeitverzögerung durch Kindererziehung) oder
  • nach Vollendung des 18. Lebensjahres bis zum Beginn des Studiums eine fünfjährige Erwerbstätigkeit (ohne Ausbildung) nachgewiesen wird oder
  • bei Beginn des Studiums Zeiten einer abgeschlossenen Ausbildung und eine anschließende Erwerbstätigkeit von insgesamt sechs Jahren vorliegen, wobei maximal Ausbildungszeiten von 36 Monaten berücksichtigt werden.

Der Studierende muss in den Jahren seiner Erwerbstätigkeit in der Lage gewesen sein, sich aus deren Ertrag selbst zu unterhalten.

Veränderte Studien- oder Lebenssituationen

Was muss ich beim Fachrichtungswechsel beachten?

Bei einem Fachrichtungswechsel kommt es in erster Linie darauf an, wie viele Semester Sie schon studiert haben, bzw. wie viele Semester Sie sich nicht für Ihren neuen Studiengang anrechnen lassen können (sog. "verloren gegangene Semester"). 

  • Wechsel nach 1-2 „verlorenen Semestern“
    Man spricht von einer "Regelvermutung", d.h. es wird i.d.R. ohne weitere Prüfung unterstellt, dass für den Wechsel wichtige Gründe vorlagen. Reichen Sie uns eine neue Studienbescheinigung nach § 9 BAföG und ggf. eine Semesteranerkennungsbestätigung ein.
  • Wechsel nach 3 „verlorenen Semestern“
    Es muss ein wichtiger Grund vorliegen, damit dem Fachrichtungswechsel stattgegeben wird. (Nachweise: Begründung für den Fachrichtungswechsel, neue Studienbescheinigung nach § 9 BAföG, ggf. eine Semesteranerkennungsbestätigung).
  • Wechsel nach 4 „verlorenen Semestern“
    Es muss ein unabweisbarer Grund vorliegen, um dem Fachrichtungswechsel stattzugeben (Nachweise: Begründung für den Fachrichtungswechsel mit geeigneten Nachweisen, neue Studienbescheinigung nach § 9 BAföG, ggf. eine Semesteranerkennungsbestätigung)

Wegen des drohenden Verlusts des BAföG-Anspruchs, sollten sich Studierende unbedingt vor diesem Schritt im Servicecenter für Studienfinanzierung/BAföG beraten lassen. Auch die Frage, ob es sich tatsächlich um einen Fachrichtungswechsel oder lediglich um eine Schwerpunktverlagerung handelt, die sich auf die BAföG-Zahlungen i.d.R. nicht auswirkt, kann im persönlichen Gespräch am besten geklärt werden.

Erhalte ich nach einem Hochschulwechsel weiterhin BAföG?

Mit einem Wechsel des Hochschulortes ändert sich auch die Zuständigkeit des Amtes für Ausbildungsförderung ("BAföG-Amt"). Ihr zuständiges Amt ermitteln Sie am besten über bafoeg.de. Teilen Sie dem neuen Amt Ihren Wechsel mit und übermitteln Sie Ihre neue Anschrift, Miete und Bankverbindung. Es übernimmt dann die laufenden Zahlungen, welche die zuvor zuständige Stelle noch bis dahin weiter leistet.

Kann ich auch im Ausland BAföG erhalten?

Auslandsaufenthalte (Studium oder Pflichtpraktikum) können auf gesonderten Antrag gefördert werden. Einfach die BAföG-Förderung, die Sie im Inland erhalten, mit ins Ausland zu nehmen, geht allerdings nicht. Für die BAföG-Auslandsförderung sind je nach Ländern verschiedene Ämter für Ausbildungsförderung in ganz Deutschland zuständig. Mehr Informationen zu den Zuständigkeiten finden Sie unter www.bafög.de. Anträge für BAföG-Auslandsförderung sollten bereits sechs Monate vor Beginn des Auslandsaufenthalts gestellt werden.

Gibt es eine Sonderregelung für Studierende mit Kind?

Für Schwangere und Studierende mit Kind gibt es folgende Sonderregelungen im BAföG:

  • Studierende, die mit ihren Kindern unter zehn Jahren in einem Haushalt leben, können einen Zuschuss von 130 Euro für jedes Kind erhalten.
  • Vom Einkommen des Studierenden wird für jedes Kind ein weiterer Freibetrag von 520 Euro gewährt. Einkünfte des Kindes, wie z.B. Unterhaltsleistungen, werden auf diesen Freibetrag angerechnet. Bei der Einkommenssteuererklärung des Ehepartners wird ebenfalls ein Freibetrag gewährt.
  • Die Altersgrenze von 30 Jahren für einen Anspruch auf BAföG gilt nicht, wenn der Studierende sein Studium wegen der Erziehung eines Kindes unter zehn Jahren nicht rechtzeitig beginnen konnte.
  • Über die Förderungsdauer hinaus können weitere Leistungen beantragt werden, wenn sich der Studienabschluss durch eine Schwangerschaft oder die Erziehung eines Kindes unter zehn Jahren verzögert.
  • Kommt es während der ersten vier Semester aufgrund einer Schwangerschaft oder der Erziehung eines Kindes unter zehn Jahren zu Verzögerungen im Studienverlauf, kann eine spätere Vorlage des Leistungsnachweises (ab dem 5. Semester) nach § 48 Abs. 2 BAföG bewilligt werden.

Rückzahlung, sonstige Finanzierung

Wie gestaltet sich die BAföG-Rückzahlung?

Während die eine Hälfte der BAföG-Förderung "geschenkt" ist, muss die andere Hälfte maximal 10.000 EUR zurückgezahlt werden. Dazu erhalten Sie rund fünf Jahre nach Ende der Förderungshöchstdauer und ein halbes Jahr vor Beginn der Rückzahlungspflicht vom Bundesverwaltungsamt in Köln einen Bescheid. In diesem Bescheid ist die Höhe der Darlehenssumme sowie der Rückzahlungsbeginn festgesetzt. 

Das Darlehen muss in angemessenen Raten zurückgezahlt werden, in der Regel 105 EUR/Monat. Die Rückzahlung ist einkommensabhängig, d.h. Geringverdiener können von der Rückzahlung freigestellt werden. Es besteht zudem die Möglichkeit, die Darlehenssumme mit der Zahlung einer Gesamtrate zu reduzieren. Auch darüber informiert das Bundesverwaltungsamt.

Was ist ein Daka-Darlehen?

Wenn Sie während Ihres Studiums finanzielle Unterstützung benötigen, kann ein Daka-Darlehen in Anspruch genommen werden. Die Daka ist ein gemeinnütziger Verein der zwölf nordrhein-westfälischen Studierendenwerke, der bereits seit über 50 Jahren Studierende mit zinslosen Darlehen fördert. Unterlagen und Informationen erhalten Sie im InfoPoint.

Welche Alternativen gibt es zum BAföG?

Noch vor dem BAföG sind die Eltern die wichtigste Finanzierungsquelle der Studierenden in Deutschland. Das ergeben die Umfragen des Deutschen Studentenwerks (sog. Sozialerhebung).

Fast zwei Drittel der Studierenden arbeiten neben dem Studium. Für die Hälfte von ihnen ist das Geld für die Finanzierung des Lebensunterhalts notwendig. Informieren Sie sich über Job-Möglichkeiten in der Region.

Sonstige Quellen sind Stipendien, Darlehen/Kredite oder Zuwendungen von Verwandten.

So kommen für ein Studium unterschiedliche Finanzierungsformen zum Tragen, um die durchschnittlich knapp 800 EUR für die Lebenshaltungskosten zu decken. Darin enthalten sind die Miete, Fahrtkosten, Kosten für Ernährung, Kleidung, Lernmittel, Krankenversicherung, Telefon, Internet, Rundfunk- und Fernsehgebühren sowie Ausgaben für die Freizeitgestaltung.

Die Beantwortung dieser Fragen dient lediglich der ersten Information. Die Inhalte dieser Seite kann die ausführliche Beratung vor Ort im Servicecenter für Studienfinanzierung nicht ersetzen. Die Angaben erfolgen ohne Gewähr auf Vollständigkeit sowie unter Vorbehalt einer zwischenzeitlichen Änderung der Rechtslage. Ein Rechtsanspruch lässt sich hieraus nicht ableiten.

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