DSW fordert Sozialpakt

Die im Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammengeschlossenen 58 Studenten- und Studierendenwerke erneuern ihre Forderung nach einem Hochschulsozialpakt für die soziale Infrastruktur des Studiums. Analog zu den Bund-Länder-Hochschulpakten sollen insgesamt 2,45 Milliarden Euro für den Neubau und die Sanierung der Wohnheim- und Mensa-Kapazitäten bereitgestellt werden.

Für den Neubau von Studierenden-Wohnheimen veranschlagen die Studenten- und Studierendenwerke ein Investitionsvolumen von rund zwei Milliarden Euro, davon einen staatlichen Zuschussanteil von rund 800 Millionen Euro. Für die Sanierung bestehender Wohnheime wird ein Investitionsvolumen von 1,3 Milliarden Euro und ein staatliches Zuschussvolumen von 650 Millionen Euro veranschlagt, insgesamt also 1,45 Milliarden als Bund-Länder-Zuschuss für Wohnheimneubau und -sanierung.

Für den Ausbau und die Sanierung ihrer Mensakapazitäten fordern die Studentenwerke rund eine Milliarde Euro, davon für die Sanierung 450 Millionen Euro und für den Ausbau rund 400 Millionen Euro. Weitere 150 Millionen Euro werden für zusätzliche Cafeterien benötigt.

DSW-Präsident Prof. Dr. Rolf-Dieter Postlep erklärt: „Wir haben so viele Studierende wie noch nie zuvor, und die Studierendenzahl bleibt hoch. Nun muss endlich auch die soziale Infrastruktur der Studenten- und Studierendenwerke mitwachsen. Bezahlbarer Wohnraum für Studierende wird immer knapper, und die Mensen der Studentenwerke sind längst an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Eine gemeinsame Bund-Länder-Anstrengung ist nötiger denn je.“

Der Hochschulsozialpakt ist die zentrale politische Forderung, auf die sich die rund 150 Delegierten aus den Studenten- und Studierendenwerken auf der DSW-Mitgliederversammlung am 4. und 5. Dezember 2018 in Berlin verständigt haben.

Das Studierendenwerk Dortmund schließt sich als DSW-Mitglied diesen Forderungen an.

Baustelle Ostenberg
Wir, die Studierendenwerke, machen Wohnen bezahlbar - so wie hier in der Wohnanlage "Am Ostenberg 109" in Dortmund, die derzeit saniert wird. Die Wiedereröffnung ist für 2019 geplant.
© StwDo
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