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Schlootz: "Die Politik muss handeln"

Wohnen

Warum sich das Studierendenwerk Dortmund an der bundesweiten Kampagne „Kopf braucht Dach“ beteiligt und warum mehr bezahlbarer Wohnraum für die Studierenden dringend notwendig ist - ein Interview mit Thomas Schlootz, Geschäftsführer des Studierendenwerks Dortmund.

Kopf braucht Dach - Thomas Schlootz, Geschäftsführer des Studierendenwerks Dortmund, unterstützt die Forderungen der bundesweiten Kampagne.

Herr Schlootz: „Kopf braucht Dach“, was ist das?

Schlootz: „Das ist die gemeinsame Kampagne aller Studenten- und Studierendenwerke in Deutschland. Wir fordern von der Politik auf Bundesebene, auf Länder- und kommunaler Ebene, uns stärker zu unterstützen bei der Schaffung und beim Erhalt von bezahlbarem Wohnraum für Studierende. Wir finden, die Politik muss handeln.“

Was fordern Sie denn konkret?

„Gemeinsam mit allen Studenten- und Studierendenwerken fordern wir einen Bund-Länder-Hochschulsozialpakt, zusätzlich zu den Bund-Länder-Hochschulpakten. Fakt ist: Seit dem Jahr 2008 nahm die Zahl der öffentlich geförderten Studienplätze um 45 % zu, während die Zahl der öffentlich geförderten Wohnheimplätze nur um knapp 8 % stieg. So ist es auch in Dortmund, wo allein an der TU in den letzten zehn Jahren über 12.000 Studierende hinzugekommen sind. Wenn Bund und Länder gemeinsam die Studienplatz-Kapazitäten ausbauen, müssen sie auch gemeinsam die Wohnheim-Kapazitäten ausbauen.“

Und die Studierenden selbst?

„Die laden wir mit unserer Kampagne ‚Kopf braucht Dach‘ ein, sich für ihre ureigenen Interessen einzusetzen und uns ihre Stimme zu geben für mehr bezahlbaren Wohnraum. Das kann man ganz leicht online machen, auf der Website der Kampagne, www.mein-studentenwohnheim.de“

Zu wenig bezahlbarer Wohnraum ist ja kein alleiniges Problem von Studierenden…

„Richtig. Die Studierenden, für deren soziale Interessen wir uns einsetzen, sind eine von vielen Bevölkerungsgruppen, die händeringend preisgünstigen Wohnraum suchen. Sie stehen in Konkurrenz etwa mit Geringverdienenden, jungen Familien, aber auch älteren Menschen. Wir sagen: Jeder neugeschaffene oder sanierte Wohnheimplatz entlastet die städtischen Wohnungsmärkte.“

In Dortmund werden von kommerziellen Anbietern gerade vier große Projekte mit über 1.500 Wohnheimplätzen geplant. Reicht das nicht?

„Nein, unserer Meinung nach reicht das nicht, weil die Mieten dieser Wohnungen sicher nicht für sozial Schwächere zu finanzieren sind. Gerade in Dortmund kämpfen wir vielerorts darum, talentierte, junge Menschen unabhängig von dem Einkommen des Elternhauses in ein Studium zu bringen. Wir wissen, dass die Miete den größten Kostenfaktor im monatlichen Budget bildet. Also ist eine günstige Miete für Studierende eine direkte Maßnahme für mehr Bildungsgerechtigkeit.“

 

Zur Person: Thomas Schlootz, 54, ist Geschäftsführer des Studierendenwerks Dortmund. Das Studierendenwerk bewirtschaftet in Dortmund und in der umliegenden Region insgesamt 16 Wohnanlagen mit 2.866 Plätzen. Im Fokus steht der Versorgungsauftrag. Entsprechend liegt die durchschnittliche Warmmiete in den Objekten des Studierendenwerks bei unter 300 Euro/Monat.

Deine Stimme für mehr bezahlbaren Wohnraum

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