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Kopf braucht Dach!

Wohnen

Mehr als 30 Prozent der Studierenden in Deutschland müssen mit weniger als 700 EUR im Monat auskommen. Wer nicht das Glück hat, in einem Wohnheim der Studierendenwerke unterzukommen, gibt in der Regel fast die Hälfte seines Budgets für die Miete aus. Damit günstiger Wohnraum erhalten und ausgebaut wird, startet das Deutsche Studentenwerk nun die Kampagne „Kopf sucht Dach“, in der 1,45 Mrd. EUR für die Modernisierung und den Bau von Wohnheimen gefordert wird. Auch das Studierendenwerk Dortmund beteiligt sich an der Kampagne, die sich auch an Studierende richtet.

Mit der Aktion "Kopf sucht Dach" fordert das Deutschen Studentenwerks eine bessere finanzielle Ausstattung der Studierendenwerke, damit günstiger Wohnraum für die Studierenden erhalten und ausgebaut werden kann. Wer das Anliegen unterstützen möchte, findet auf der Kampagnen-Website eine Unterschriften-Aktion.

„Wir haben hier in Dortmund sicher nicht so eine angespannte Wohnungsmarktsituation wie in Köln, Aachen oder Münster“, sagt Geschäftsführer Peter Hölters. „Aber auch wir haben viele Studierende, die auf günstigen Wohnraum angewiesen sind, weil das Geld knapp ist. Ihnen fällt es zunehmend schwerer, auf dem privaten Wohnungsmarkt unterzukommen, denn auch in Dortmund sind die Mieten gestiegen.“

Das Studierendenwerk vermietet insgesamt 2.833 Plätze in 16 Wohnanlagen. Alle Plätze sind begehrt: Rund 1.200-1.500 Bewerber/innen stehen kontinuierlich auf der Warteliste. Ein bis zwei Semester Wartezeit müssen die Studierenden einkalkulieren und in diesen Monaten entweder vor Ort eine Zwischenlösung finden, oder pendeln.

Pendeln kommt für die vielen ausländischen Bewerber/innen natürlich nicht in Frage. 2016 haben sich Studierende aus insgesamt 105 Nationen um einen Wohnheimplatz bemüht. Ihnen fällt es aufgrund der Sprachbarriere und der kurzen Mietdauer sehr schwer, ein Angebot auf dem privaten Wohnungsmarkt zu finden. Das Studierendenwerk hält daher als Partner der Hochschulen extra Kontingente für Austausch- und Programmstudierende bereit.

„Günstigen Wohnraum in Campusnähe benötigen aber auch viele Studierende aus dem Inland dringend“, weiß Peter Hölters. Um die Kapazitäten zu erhöhen, wurde 2013 am Gardenkamp ein neues Wohnheim mit 128 Plätzen eingeweiht. Auch in diesem Jahr wird investiert: die Wohnanlage „Ostenbergstraße 109“ ist derzeit leergezogen, die Kernsanierung hat begonnen. In die neue Ausstattung der 189 möblierten Plätze werden rund 8.145 Mio. EUR fließen, teilweise gefördert mit den Mitteln des Bundes und der NRW.BANK.

Dass das Wohnen in neuen Räumlichkeiten bezahlbar bleibt, dafür konnte das Studierendenwerk Dortmund in der Vergangenheit erfolgreich Sorge tragen. So kostet ein Platz in den Wohnanlagen durchschnittlich 213 EUR/Monat warm. Die Miete liegt damit unter dem Niveau der Studierendenwerke in NRW mit 244 EUR (Quelle: Leistungsbilanz der Studierendenwerke NRW 2015).

Peter Hölters: „Bezahlbarer Wohnraum ist nicht nur Privatsache, sondern eine Frage der Bildungsgerechtigkeit. Wir können mit unseren Dienstleistungen für Bildungsgerechtigkeit sorgen, sind aber gleichzeitig verpflichtet, jede Wohnanlage kostenneutral zu bewirtschaften. Ohne weitere öffentliche Förderung geht das nicht, denn die Bau- und Bewirtschaftungskosten steigen fortlaufend.“ Wie Hölters, fordert auch das Deutsche Studentenwerk in Berlin mit der neuen Kampagne einen Schulterschluss zwischen den Parteien, um einen Hochschulsozialpakt auf den Weg zu bringen. Das Ziel: langfristig sollen sich die Mieten weiterhin an der BAföG-Wohnpauschale von 250 EUR orientieren.

Das Studierendenwerk Dortmund

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